Stjarna

18. Dezember 2012

 

Jedes Pferd auf dieser Erde bekommt von Petrus zu seiner Geburt eine Kiste voll mit Seifenblasen geschenkt.
Diese Kiste begleitet jedes von ihnen ihr gesamtes Leben lang.
Die Kiste ist am ersten Tag noch bis zum Rand gefüllt und jedes mal, wenn wir Menschen unserem geliebten Pferd etwas Gutes tun, es mit so viel Liebe anschauen, dass es uns selbst im Innern schon weh tut, platzt eine der Seifenblasen.
Am Tage, an dem unser Freund den letzten Weg geht, auf dem wir ihm noch nicht folgen können, gelangt er an die Tür von Petrus und Petrus öffnet jede einzelne Kiste.

 

Er sah schon Pferde, jung an Jahren die über die Regenbogenbrücke zu ihm kamen, noch nass vom Schweiß, die Striemen der Peitsche noch deutlich zu erkennen, ein Bein gebrochen und als Petrus die Kiste öffnete, war diese noch randvoll mit Seifenblasen, nicht eine war geplatzt.
Traurig berührte er das arme Geschöpf, heilte seine Wunden und ließ es ein in sein Reich...
Er brauchte sich nicht die Mühe machen zu fragen, wie es dem Tier auf unserer Welt ergangen war.


Es gab junge Pferde die mit einer halb leeren Kiste zu ihm kamen.
Für sie wurde auf der Erde alles getan und doch mussten sie gehen.
Soviel Liebe hatten sie erfahren, doch leider half es nichts.
Petrus fragte sie wie es ihnen ergangen sei. Sie waren glücklich bei uns Menschen und wollten nicht gehen, meist war eine Krankheit daran schuld, dass sie gehen mussten.
Petrus öffnete seine Türen und ließ das Pferd hinein.

 

Doch es gab auch Pferde, die im hohen Alter zu ihm kamen, zufrieden und doch mit einem traurigen Blick in den Augen, denn sie haben ihren Menschen zurücklassen müssen!
Und als Petrus ihre Kisten öffnete, platzte in diesem Augenblick die letzte Seifenblase!
Diese stand für die Tränen die der Freund auf Erden weinte, da er nach so vielen Jahren seinen treusten Freund verlor...
Zufrieden streichelte er unsere Vierbeiner und fragte sie, wie sie ihr Leben gelebt hatten.
Diese schauten zurück zur Regenbogenbrücke und sagten, sie würden hier bei Petrus auf uns warten, denn das Leben an unserer Seite war voll von Harmonie und Glückseligkeit.

 

Stjarna wurde 35 Jahre alt

 

 

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Das Copyright liegt beim Urheber und Fotografen Ulrike Riedesser

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